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Über den Autor Marquis de Sade

Desade

Marquis de Sade kam 1740 in Paris als Spross einer alten, südfranzösischen Adelsfamilie zur Welt. Er heiratete in eine vermögenden Familie des französischen Hochadels ein, aus der vermutlich 3 Kinder hervorgingen. Nun vermögend, begann er einem so ausschweifenden Lebensstil nachzugehen, wie er selbst für Adelige in damaliger Zeit unüblich und nicht tolerierbar war. Unter anderem missbrauchte er mehrere Prostituierte und sogar Hausangestellte, teilweise gemeinsam mit seiner Frau.

Das erste Mal verhaftet wurde de Sade, nachdem eine Frau ihn bezichtigte, sie ausgepeitscht zu haben. 1772 beschuldigten ihn 2 Prostituierte, er habe sie mit Hilfe von Drogen gefügig gemacht und zu Gruppensex und Analverkehr gezwungen. Daraufhin wurde de Sade in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Er flüchtete vor der Urteilsvollstreckung nach Italien und nahm auf der Flucht seine junge Schwägerin mit. Daraufhin verstiess ihn seine Familie und seine Schwiegermutter erwirkte einen königlichen Haftbefehl. De Sade kam das erste Mal ins Gefängnis und begann zu schreiben. Er selbst sah sich als bedeutenden Dramatiker, jedoch teilte kaum jemand seine Meinung und seine Stücke fanden keine Beachtung.

Im folgenden wurde er in eine Psychiatrie eingewiesen, geschieden, aus dem gefängnis entlassen, Scherge der Revolution und bekam einen Richterposten. Von diesem entlassen, wurde er wieder inhaftiert, zum Tode verurteilt, begnadigt und freigesetzt.

In Freiheit verkaufte er seinen Besitz und ging Gelegenheitsgeschäften nach, um sich über Wasser zu halten.

Nach der Machtübernahme Napoléon Bonapartes wurde er aufgrund seiner Bücher Justine und Juliette wieder inhaftiert, für geisteskrank erklärt und in eine Anstalt eingewiesen. Er schrieb und publizierte wieder, bis er Isolation und Schreibverbot erhielt. 1814 starb de Sade im Alter von 74 Jahren.

Nachdem de Sade bis Mitte des 19.Jahrhunderts praktisch totgeschwiegen wurde, beschäftigten sich sodann Philosophen wie Nietzsche, Horkheimer und Adorno mit ihm.
Der deutsche Psychiater und Gerichtsmediziner Richard von Krafft-Ebing leitete aufgrund der von de Sade geschilderten Gewaltphantasien und sexuellen Praktiken, den Begriff “Sadismus” ab.

Erotische Geschichten von Marquis de Sade

Justine - Die Leiden der Tugend

Von dieser Erzählung existieren mehrere Fassungen und Übersetzungen. Diese Übersetzung basiert vermutlich auf der ersten Ausgabe aus dem Jahr 1794. Weiterlesen

Juliette - Die Wonnen des Lasters

Die Fortsetzung der »Justine« erschien 1796. Aus dem mehrbändigen Werk sind hier nur einige Kapitel ausgewählt und übersetzt worden. Weiterlesen

Die Philosophie im Boudoir

Auszug aus den berühmten moralisch/unmoralischen Gesprächen. Weiterlesen

Die 120 Tage von Sodom

Die vorliegende Übersetzung des Hauptwerkes des Marquis de Sade ist die erste und vollständige Übertragung des von Dr. Eugen Dühren aufgefundenen französischen Originals. Das Manuskript ist ein 12,1 Meter langer, 11 cm breiter, beiderseits mit der fast mikroskopisch kleinen Schrift de Sades bedeckter aufgerollter Streifen Papier. Dieser nicht zu Ende geschriebene Roman zeigt uns auf schauerliche und wunderliche Art, daß wir es mit einem Phänomen zu tun haben, das im neunzehnten Jahrhundert zur Bildung des Terminus »Sadismus« führte. Weiterlesen